Abschreibung für Abnutzung (AfA) – Nutzungsdauer

Nachdem die Bemessungsgrundlage richtig ermittelt wurde, sind deren Kosten gleichmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt abzusetzen.

Unter der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ist die Anzahl von Jahren zu verstehen, in der eine Anlage im Betrieb voraussichtlich genutzt werden kann. Von den in § 8 EStG 1988 normierten Sonderregelungen abgesehen, muss sie für den Einzelfall unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte bestimmt werden. Wenn keine diesbezüglichen Erfahrungswerte vorliegen, ist sie durch Schätzung zu ermitteln.

Gesetzlich geregelt ist die Nutzungsdauer u.a. in folgenden Fällen:

Anlagevermögen Nutzungsdauer AfA-Satz
Betriebsgebäude 40 Jahre 2,5%
Wohngebäude 66,6 Jahre 1,5%
Angeschaffter Firmenwert bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und bei Gewerbebetrieben 15 Jahre 6,67%
PKW und Kombinationskraftwagen 8 Jahre 12,5%

In jedem Jahr der Nutzung darf nur ein gleich bleibender Abschreibungsbetrag geltend gemacht werden (lineare AfA). Siehe dazu den Beitrag Berechnung der AfA.

Hinweis: Da § 7 EStG 1988 nur bei Wirtschaftsgütern, deren Verwendung oder Nutzung sich erfahrungsgemäß auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt (abnutzbares Anlagevermögen), die gleichmäßige Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorsieht und solche Anlagegüter bei der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung in ein Verzeichnis (Anlagekartei) der im Betrieb verwendeten Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Anlagevermögens aufgenommen werden müssen, können im Anlagenverzeichnis nur Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einer Nutzungsdauer von mindestens zwei Jahren eingetragen werden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von nicht mehr als € 400,- (netto mit bzw. brutto ohne Vorsteuerabzugsberechtigung) und einer Nutzungsdauer von einem Jahr sind nicht im Anlagenverzeichnis zu erfassen, sondern bei der Erfassung des Ausgaben-Belegs der Kategorie „Geringwertige Wirtschaftsgüter (7020)“ zuzuordnen.

Weitere Informationen zu geringwertigen Wirtschaftsgütern finden Sie im Beitrag „Geringwertige Wirtschaftsgüter“.

Siehe auch: